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Finanzierung mit Aktien

Aktien als Finanzierung

Mit Aktien in Form von Nennaktien oder Stückaktien kann ein Anleger sich Anteile am Grundkapital von Aktiengesellschaften sichern und wird Teilhaber.

Der Mindestnennbetrag einer Aktie beginnt mit 1,- Euro. Der Aktienbesitzer, der Aktionär, erhält damit das Recht, sich die seinem Kapitalanteil entsprechenden Gewinnanteile auszahlen zu lassen.
Diese Gewinnanteile werden als Dividende bezeichnet.

Ein Aktionär hat ein Stimmrecht in der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft und das Recht auf Anfechtung der Beschlüsse in einer Hauptversammlung und einen Anspruch auf anteiligen Liquiditätserlös. Der Aktienbesitzer hat ebenfalls ein Informationsrecht über die Aktiengesellschaft und ein Bezugsrecht sog. junger Aktien.
Aktien können grundsätzlich an der Börse gehandelt werden.
Aktien dienen der Beteiligungsfinanzierung. Die Teilhaberrechte des Aktionärs unterscheiden sich nach der Art der Aktie, die zum Beispiel eine Vorzugs- oder Stammaktie sein kann. Eine Aktie kann als Instrument für Finanzierungen ebenso dienen wie als Kapitalanlage.

Aktien mit einer Aktien-Put-Option ermöglichen dem Aktienbesitzer, die Aktie in einem festgelegten Zeitraum zu verkaufen, was der American Option entspricht oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Festpreis zu veräußern, was der European Option entspricht.

In einem Aktienbuch werden alle emittierten Aktien eingetragen. Inhaberaktien, die auf den Namen ihres Inhabers lauten, werden durch Übergabe übertragen und Namensaktien werden im Aktienbuch einer Gesellschaft notiert und sind durch Umschreibung im Aktienbuch und Indossament zu übertragen. Manchmal ist die Übertragung an die Gesellschaft gebunden.
In diesem Falle heißen Namensaktien vinkulierte Namensaktien.

Die meisten Aktien sind sog. Stammaktien. Vorzugsaktien beinhalten Rechte, wie beispielsweise den Vorzug bei der Gewinnbeteiligung, das Stimmrecht und Liquiditätserlösanteile.

Aktienanalyse

Eine Aktienanalyse oder Wertpapieranalyse gehört zur Finanzanalyse. Sie dient dazu, die für den Kauf oder Verkauf von Aktien notwendigen Informationen zu erhalten. Aufgrund der entsprechenden Informationen können Entscheidung getroffen werden.

Eine Finanzanalyse für die Kauf- oder Verkaufsentscheidung von Aktien ist eine sog. Fundamentanalyse oder auch Chartanalyse. Finanzanalysen werden extern von Banken, von der Konkurrenz, von Anlegern usw. vorgenommen und begründen sich auf Bilanzen, Umsatzdaten, Auftragsanalyse, Planung von Investitionen usw..

Bei der Chartanalyse ist wesentlich, den günstigsten Zeitpunkt herauszufinden, zu dem Aktien zu kaufen oder zu verkaufen sind. Damit konzentriert sich die Chartanalyse auf den kurzfristigen Aktienerwerb. Langfristiger Aktienerwerb benötigt die Fundamentanalyse.

Zur Analyse gehören auch die Börsenkurse, die eine ebenso große Rolle spielen, wie der passende Zeitpunkt für den Kauf oder für den Verkauf von Aktien. Verschiedene Analyseformen verfolgen verschiedene Ziele. Die Chart-Analyse stellt den Trend der Aktien fest. Sie kann durch Darstellung der Kursverlaufs einzelner Aktien oder Aktiengruppen die Kurswerte in graphischer Form darstellen. Hierbei werden auch Daten analysiert, die zukünftige Veränderungen des Aktienkurses mit einbeziehen.

Dazu zählen zum Beispiel Frühindikatoren, die die konjunkturellen Entwicklungen in einen künftigen Kursverlauf mit einbeziehen. Vom Statistischen Bundesamt werden zum Beispiel Auftragseingänge der Unternehmen veröffentlicht und geben ein deutlich positives oder negatives Bild.
Geldmenge und Zinsen beeinflussen ebenfalls den Kursverlauf und können somit auch Daten zum Kursverlauf beitragen. Dabei beeinflussen niedrige Zinsen den Kursverlauf in positiver Richtung und steigende Zinsen deuten auf Abschwung. Investitionen sind für die Analyse bedeutend, da sie für ein günstiges Börsenklima sorgen.

Die Arbeitsmarktsituation und die Wechselkurse, die die Export- und Importlage im internationalen Handel verdeutlichen, begünstigen oder schwächen ebenfalls die Aktienkurslage. Die Weltmarktpreise bestimmen Konjunktur und Leitzinsen und werden in der Analyse berücksichtigt.

Neben der Analyse konjunktureller Indikatoren wird auch eine Einzelwertanalyse vorgenommen, die den Wert des Unternehmens oder einer Immobilie und damit den Wert der Aktien und ihrer Perspektiven an der Börse ermittelt.

In den Aktienindizes ist eine Analyse der Kursverläufe zu erkennen. Dazu wird eine Indexkurve benutzt, an der Trends und Schwankungen abgelesen werden können. Hierzu zählt auch die Advance-Decline-Linie, die Steigen-Fallen-Linie heißt. An ihr ist im  Monatsüberblick der Kursverlauf ersichtlich und ebenfalls sind sinkende Tendenzen an ihr abzulesen.