Finanzierung mit Aktien
Aktienindex und Rating
Aktienkursindex
Der Aktienkursindex zeigt den Anlegern die täglichen Veränderungen an der Börse. Er bezieht sich auf einen festgelegten Basiswert. Der Aktienkursindex bezieht sich auf Branchen oder auf den gesamten Markt. Einer der bekanntesten Aktienkursindizes ist der DAX, der deutsche Aktienkursindex.
Der DAX repräsentiert mindestens 60 Prozent des Kapitals deutscher börsennotierter Aktien-Gesellschaften, zusammengefasst in 30 deutschen Aktien, die 75 Prozent des deutschen Aktienhandels vertreten.
Der DAX wird jede Minute neu berechnet und veröffentlicht und ist somit als Realtimeindex konzipiert. Die IBIS-Preise und die Preise der Frankfurter Wertpapierbörse, der größten deutschen Wertpapierbörse, sind Grundlage der Berechnung des DAX. Die Deutsche Börse berechnet und veröffentlicht auch den DAX-Kursindex, den Dax 100 und den MDAX und den CDAX (DAX 100 Branchenindex).
Daytrading
Das Daytrading ist der Kauf oder Verkauf von Aktien in einer Börsensitzung an einem Tag, bei dem sich kurzfristig Gewinne und auch Verluste erzielen lassen, was zu einem anhaltenden Daytrading führen kann. Wie in Amerika sind dabei auch Privatleute und nicht nur Profis der Börsenbranche beteiligt.
Daytrading bringt sehr unterschiedliche Tageskurse, bei denen die Schwankungen keinen Prognosen unterzogen werden können. Daytrading ist nur für diejenigen sinnvoll, die neben einer Portion Spielernatur auch das nötige Kleingeld mitbringen.
Rating
Das Rating beschäftigt sich mit der Einordnung von Schuldnern und Anleihen. Beim Rating wird die Bonität von Banken, Ländern und von Geldmarkttiteln eingestuft.
Eine der größten Rating-Agenturen ist das Institut Standard & Poors, die ihre beste Ratingposition mit AAA bezeichnen. Von dort reicht die Einstufung über weitere acht Stufen bis D. Das Rating ist wichtig beim Zinsniveau und jeder Emittent legt Wert auf gutes Rating, da sie nur auf diese Art zu guten Zinskonditionen kommen können.
Für Anleger sind Ratings eine Orientierung, da sie sich ihrerseits nicht um die Bonität von Emittenten kümmern können.
Es gibt ein Bankenrating, das den Bonitätsstatus internationaler Banken einstuft, wobei die Absicherungen für Insolvenzfälle besonders beachtet werden. Beim Länderrating werden einzelne Länder auf ihre Kreditwürdigkeit eingestuft.
Das Rating von Emissionen beschäftigt sich gezielt mit einzelnen Emissionen und ist wichtig für den Anleger, da es in der Bonitätsbeurteilung eine gewisse Transparenz ermöglicht. Ein Investitionspapier mit der Kennzeichnung AAA garantiert eine hohe Sicherheit.
Wurde die Kreditwürdigkeit mittelständischer Unternehmen bislang nur bankintern, also über sog. bankinterne Ratings geprüft, so ist es seit den 90er Jahren immer mehr üblich geworden, ein externes Rating hinzuziehen.
Natürlich kosten Ratings Geld, wobei sich die Kosten aus dem Ratingpreis und dem Aufwand des Rating-Unternehmens zusammensetzt und sich generell nach der Firmengröße richten. Bei Banken sind in Kreditbearbeitungsgebühren oder in anderen Kosten die Kosten für bankinterne Ratings beinhaltet.