USA stehen vor Kreditkartenproblem

Die Kreditkarte als Zahlungsmittel war in den USA schon immer sehr beliebt. Jetzt könnte aufgrund der Kreditkrise auf dem US-Immobilienmarkt jedoch zusätzlich eine Krise des US-Kreditkartenmarktes hinzukomen.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, drohen den US-Banken, durch die von Kunden gemachten Schulden, Ausfälle von 60 Milliarden Euro.

Kreditkarte als Darlehen

Anders als in Deutschland, sind US-Kreditkarten nämlich oft mit einem über mehrere Monate bis Jahre laufendem Darlehen belastet. Dieses zahlen die Kunden Stück für Stück ab. Ist eine Karte am Limit, wird die nächste besorgt und die Finanzen weiter belastet. US-Präsident Obama fordert nun ein Gesetz, das den Kreditkartenunternehmen untersagt, willkürliche Zinsen und Gebühren zu verlangen.

Die Lage in Deutschland

Die deutschen Kreditkarten sind keine “echten” Kreditkarten. In der Regel werden die Beträge nach vier Wochen vom Konto abgebucht. Viele Banken entdecken nun aber das amerikanische Modell und damit eine neue Einnahmequelle für sich. Bei einem Zinssatz von 20 Prozent und mehr wird monatlich immer nur eine Teilschuld vom Konto des Kreditkartenbesitzers abgebucht.

Vorsicht vor der Kreditfalle

Die Bundesregierung will die “echte” Kreditkarte zulassen. Damit aber keine amerikanischen Verhältnisse entstehen, sollte eine Kreditrückzahlungsspanne von höchstens drei Monaten eingeführt werden. Dadurch könnte eine Verschuldung der Kunden und der Banken bei Zahlungsunfähigkeit der Kunden, umgangen werden.

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