Die Krise und die Inflation

Viele Anleger haben Sorge, dass durch die steigende Staatsverschuldung bald eine Hyperinflation einsetzen könnte. Doch was kann man dagegen tun ?
Auch die Massnahmen des Staates sind nicht so vielversprechend

Finanzspritze vom Staat

Mehr als 440 Milliarden Euro pumpt etwa die Europäische Zentralbank in den Markt – zu einem Zins von gerade einmal einem Prozent. Die Bundesregierung verspricht derweil 400 Milliarden Euro, um den Finanzmarkt zu stabilisieren. Ganze 100 Milliarden Euro fließen zudem in Konjunkturpakete. Versuchen Regierungen aber mit mehr gedrucktem Geld dagegenzuwirken könnte die Inflation steigen. Denn woher dieses Geld kommen soll ausser den eigenen Druckereien ist fraglich, in der Vergangenheit haben Regierungen oft versucht, die Schuldenberge mit frisch gedrucktem Geld auszugleichen. Das Geld verliert an Wert, es droht eine Hyperinflation. Zwar ist von Geldentwertung noch nicht die Rede. Die Inflation lag in den vergangenen Monaten bei Null und ist im Juni sogar leicht ins Minus gerutscht. Doch wenn die Wirtschaft wieder anläuft, könnten daraus leicht drei, vier oder fünf Prozent Inflation werden – mittelfristig sogar noch deutlich mehr.

Der Einfluss der Krise

Im vergangenen Jahr brach die Weltwirtschaft unter dem Schock der Finanzkrise zusammen. Die Folgen der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit zeigen sich vor allem auf dem Finanzmarkt, greifen aber auch auf den Arbeitsmarkt über. Regierungen versuchen, wie oben erklärt, die Extremsituation mit finanziellen Hilfspaketen in Milliardenhöhe in den Griff zu bekommen. Die Zentralbanken reagierten mit deutlichen Zinssenkungen. Ob die Massnahmen auch beim Bürger ankommen und helfen die Krise zu überwinden wird sich zeigen.

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