Wirtschaftskrise – trotz Erholung, kein Ende in Sicht

Indizien weisen darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft langsam von dem Tiefen Fall der Finanzkrise erholt, jedoch warnen Experten davor, darin einen Hinweis auf einen echten Aufschwung zu sehen.

Laut den Angaben des statistischen Bundesamtes ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal des laufenden Jahres um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen. Dies sei zurückzuführen auf die Konjunkturprogramme der Bundesregierung, die nun ihre Wirkung zeigen. Nach nunmehr vier Quartalen, in denen das Wirtschaftswachstum kontinuierlich rückläufig war, zeichnet sich also endlich ein geringer Aufwärtstrend ab.

Experten warnen jedoch vor Euphorie. Eine explosive Aufwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft wird es nicht geben. Der Vorstitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung spricht von einer langsamen Rolltreppenfahrt nach oben, nachdem man mit dem Fahrstuhl im Keller angekommen sei. Dies liegt daran, dass es keine Anzeichen für ein Einsetzen der Weltkonjunktur gibt. Trotz des Wachstums von 0,3 Prozent, wird die Wirtschaft zum Jahresende mit einem Minus von etwa 6% abschließen. Und auch die Kanzlerin warnt davor, das Aktuelle Wachstum als einen Hinweis auf eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft zu deuten. Nur weil nun ein kleines Wachstum verzeichnet wird, heisst das noch nicht, dass die Große Krise überstanden ist.

Und selbst der moderate Aufschwung ist auf milliardenschwere Konjunkturmaßnahmen der Regierung zurückzuführen, die irgendwann auslaufen werden. Der steile Fall der Wirtschaft, so der Chef, des Kieler Institus für Weltwirtschaft, Dennis Snower, ist zwar gestoppt, von einer andauernden Erholung, kann aber noch keine Rede sein. Der Experte prognostiziert, dass die Deutsche Wirtschaft noch lange brauchen wird um zur alten Stärke zurückzufinden.

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