Der Deutschen Angst vor der Krise

Angeblich ist sie so langsam vorbei, die Krise. Die Wirtschaft erholt sich langsam, so heisst es. Das Schlimmste ist überstanden, sagen viele Experten. Wir sind im Tal angekommen und nun geht es langsam wieder aufwärts. Doch die Deutschen haben immer noch Angst.

Die Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen 2009“, die von der R+V Versicherung vorgestellt wurde bringt es auf den Punkt. Die Ängste der Deutschen vor der Arbeitslosigkeit und davor, dass die Wirtschaft auch weiterhin abnimmt sind im Vergleich zum letzten Jahr enorm angestiegen. Insgesamt sind die Deutschen allerdings recht entspannt. Ein Index, der alle Ängste zusammenfasst, die Summe aller Ängste sozusagen, ist in den letzten drei Jahren konstant geblieben.

Im Jahr 2009 ist es also die Wirtschaft, die die Menschen am stärksten in Angst und Schrecken versetzt. Innerhalb nur eines Jahres ist die Angst vor der verschlechterung der Wirtschaft von 58 auf 66 Prozent hochgeschnellt. Stärker jedoch ist die Angst vor Arbeitslosigkeit gestiegen, diese konnte ein Plus von 18 Prozent verzeichnen und liegt jetzt bei 65 Prozent. Weitere hochstufige Ängste der Deutschen sind die Angst vor einer Kürzung der Sozialleistungen (63 Prozent), vor steigenden Lebensunterhaltskosten (63 Prozent) oder Umweltängste (56 Prozent). Weit abgeschlagen sind Ängste, wie die Angst zum Opfer einer Straftat zu werden oder vor einer Beteiligung Deutschlands an einem Krieg.

Bereits seit 1991 führt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jährlich eine Studie zu den Ängsten der Deutschen im Auftrag der R+V Versicherung durch. Dabei wird von Mitte Juni bis Mitte Juli eine repräsentative Stichprobe aus der Deutschen Bevölkerung befragt. Dieses Jahr wurden Antworten von 2365 Personen im Alter von mindestens 14 Jahren ausgewertet.

Insgesamt zeigt sich, dass Frauen mehr Ängste haben als Männer. Die Werte des starken Geschlechts sind nur höher, wenn es um die Angst vor eigener Arbeitslosigkeit geht und vor einem sinkenden Lebensstandard. Im Altersschnitt sind 40 bis 59 Jährige am meisten vor Ängsten geplagt. Am entspanntesten zeigte sich die Gruppe der über 60 Jährigen. Vielleicht kann man in der Hinsicht noch etwas von ihnen lernen.

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