Sichere Anlage: Gold

In den Zeiten von herrschenden Unsicherheiten im Bereich der Geldanlagen greifen viele Investoren nun auf Edelmetalle wie Platin, Silber und Gold zurück.

Börsenstände

Auf Grund dessen hat Gold im Dezember letzten Jahres einen Höhepunkt erlebt: Eine Feinunze, die 31,1035 Gramm entspricht, kostete 1200 Dollar. In den letzten beiden Jahren stieg die Nachfrage nach Gold als zinsfreie, aber krisensichere Anlage, enorm an. Im freien Handel war der Rohstoff zeitweilig sogar völlig ausverkauft. Gerade deshalb machen sich immer mehr Unternehmer auf dem Markt einen Namen, die Gold einschmelzen lassen; von der Backenzahnfüllung bis hin zum Goldschmuck der verstorbenen Großmutter. Den Kunden bieten sie eine marktpreisgerechte Vergütung der eingesandten Stücke an.

Gold für die Zukunft

Gold ist als Altersvorsorge allerdings nicht unbedingt geeignet. So wird es zwar nie seinen gesamten Wert verlieren, aber trotzdem ist es Schwankungen ausgesetzt. Denn wie jedes andere Produkt im marktwirtschaftlichen Zyklus, unterliegt es auch den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Zusätzlich spielt auch noch das Verhältnis von Euro und Dollar in den Preis mit ein. Eine langfristige Prognose bezüglich dieser Umstände zu stellen, ist also quasi unmöglich; für das Verhältnis Dollar pro Unze können Rekorde erreicht werden, auf Grund einer schlechten Währungssituation sieht parallel dazu allerdings das Verhältnis Euro pro Unze ganz anders aus.

Einschätzung

Um das eigene Gold gewinnbringend wieder zu verkaufen, muss man selbst Überlegungen tätigen, die sich auf die momentane und zukünftige Marktsituation beziehen. Wird Gold weiterhin für Zahnfüllungen verwendet werden? Wird der asiatische Goldmarkt so expandieren wie erwartet? Bleibt die Nachfrage nach Goldschmuck bestehen?

Der Goldkauf

Möchte man Gold materiell und nicht nur auf dem Papier besitzen, muss man für die gleiche Menge mit einem Aufschlag von bis zu zehn Prozent rechnen; dieser ist höher, je kleiner die zu erwerbende Menge ist. So kann ein fünf Gramm Barren umgerechnet gut 20-30 Prozent mehr kosten als ein Kilobarren. Zusätzlich miteingerechnet werden müssen auch die Kosten für die Lagerung und eine entsprechende Versicherung, ohne die der Goldkauf ganz leicht zum Golddesaster werden kann.

Fazit

Für Anleger, die es lieber sicherer haben wollen und auf Gold in der reinen physischen Form verzichten können, dann kann ein Metallkonto, eine Goldminenaktie oder auch ein Goldzertifikat als Ersatz in Betracht gezogen werden. Dies ist meist sicherer und auch weniger aufwändig.
Das Gefühl, Gold zu besitzen oder es in seiner Reinform zu verkaufen, kann es aber natürlich nicht ersetzen.

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