Geld flexibel anlegen – ein Tagesgeldkonto

Ein Tagesgeldkonto bietet Kontoinhabern die Möglichkeit ihr Geld verzinst anzulegen und trotzdem jederzeit darüber zu verfügen. Es bietet Anlegern somit die Option ihr Geld flexibel zu verwalten und es trotzdem gewinnbringend anzulegen.

Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Konto, auf dem Anleger ohne zeitliche Verbindlichkeiten ihr Geld anlegen können. Zudem gelten dafür keine Vertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen, dafür jedoch auch nicht immer festes Zinssätze. So flexibel der Anleger also mit seinem Kapital bleibt, so ungebunden ist auch die Bank, die theoretisch täglich den Zinssatz anpassen könnte und natürlich auch entsprechend senken. Auch wenn das für gewöhnlich nicht der Regel entspricht und Banken ihre Kunden nicht durch ständige Zinsveränderungen verlieren wollen, kann sich der Anleger bei einem Tagesgeldkonto zunächst nicht sicher auf den angegebenen Zinssatz verlassen. Jedoch gibt es inzwischen auch viele Tagesgeldangebote, bei denen sich die Banken für gewisse Zeiträume auf einen Zinssatz festlegen.
Auch wenn ein Tagesgeldkonto dem Anleger es theoretisch täglich offen lässt, auf sein Geld zuzugreifen, ist es nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr gedacht und somit sind im Normalfall keine Überweisungen auf Fremdkonten oder Lastschriftverfahren möglich.

Zinsentwicklungen

Die aktuellen Spitzenzinssätze ändern sich ständig. Zurzeit gilt ein Spitzenzins von 2,7 Prozent, der jedoch schnell abgelöst werden kann und deshalb vom Anleger stets im Auge behalten werden sollte. Neben der Höhe der Zinssätze ist es für den Anleger auch interessant, in welchen zeitlichen Abständen die Zinsen ausgezahlt werden. Die meisten Banken zahlen die Zinsen einmal jährlich, also am Jahresende, aus, doch gibt es auch Institute, die halb- oder gar vierteljährlich zahlen. Der Vorteil für den Anleger bei einer häufigeren Auszahlung liegt auf der Hand, denn die ausgezahlten Zinsen werden bei der nächsten Zinsberechnung als Zinseszins mit einbezogen. So kann ein Tagesgeldkonto mit einem geringeren Zinssatz, bei dem eine monatliche Abrechnung stattfindet, bessere Rendite ab als ein jährlich berechneter hoher Zinssatz.

Wann lohnt sich die Anlage auf einem Tagesgeldkonto?

Der Vorteil eines Tagesgeldkontos liegt vor allem in der flexiblen Handhabung der Finanzen. Angelegtes Geld kann jederzeit von dem Konto abgerufen werden und es sind keine Kündigungsfristen oder andere Einschränkungen bezüglich der schnellen und unkomplizierten Verwaltung der eigenen Finanzen vorhanden. Auch wenn die Zinssätze keine großen Ausschüttungen versprechen, liegt das angelegte Geld auf einem Tagesgeldkonto dennoch besser als auf einem gewöhnlichen Girokonto. Wer also bestimmte Summen übrig hat, jedoch jederzeit auf diese zugreifen möchte, ist mit einem Tagesgeldkonto gut beraten.

Wann sollte man besser auf andere Anlageformen zurückgreifen?

Wer ein wenig mehr Geld auf der hohen Kante hat und fürs erste auch nicht plant dieses auszugeben, sollte besser über andere Anlegeformen nachdenken, denn der Zinssatz eines Tagesgeldkontos ist als solches eher niedrig berechnet und lohnt sich nur, wenn man auf die Flexibilität nicht verzichten kann. Vermögen, das als Festgeld angelegt ist, wirft häufig gut doppelt so viele Zinsen ab wie Tagesgeld. Dabei muss man sich auch bei Festgeld nicht immer für richtig lange Zeiträume festlegen, denn auch die verbindliche Zusage über ein Jahr erhöht die Rendite deutlich. Wer sogar bereit ist sein Geld fest für vier oder fünf Jahre anzulegen, der kann gute Gewinne erzielen. In Zweifelsfällen eignet sich oftmals auch gut eine Kombination aus beiden Anlegeformen, bei denen ein kleinerer Teil flexibel als Tagesgeld angelegt wird und ein größerer als Festgeld.