Finanzierung mit Darlehen
Leasing
Das Leasing ist im Grunde eine Investitions- und Gütervermietung, wobei zwischen zwei Varianten unterschieden wird. Es gibt ein Direkt-Leasing und ein indirektes Leasing.
Direktes und indirektes Leasing
Beim direkten Leasing ist der Hersteller auch gleichzeitig der Leasingpartner. Beim indirekten Leasing ist eine Leasinggesellschaft zwischen Hersteller und Leasingnehmer geschaltet. Leasing bedeutet, ein Wirtschaftsgut anderen zur Nutzung zu vermieten, wobei dafür Leasing-Raten anfallen.
Ein Leasing-Vertrag ist eine Art Pacht- oder Mietvertrag. Er kann verschiedene Elemente von Mietverträgen oder Mietkaufverträgen, Ratenkauf- oder Pachtverträgen und Nutzungsrechte beinhalten.
Die Vorteile des Leasings sind geringe Kapitalbindung und damit eine höhere Flexibilität und je nach Leasing-Vertrag steuerliche Vorteile. Eigentum bindet Kapital und lässt unter Umständen auf Markttendenzen nur schwerlich reagieren.
Leasing-Verträge
Die Leasing-Verträge unterscheiden sich je nachdem, um welche Leasingform es sich handelt: Konsumgüter-Leasing oder Investitionsgüter-Leasing, bei dem eine weitere Unterteilung gemacht wird. Unbewegliches Güter-Leasing ist zum Beispiel das Immobilien-Leasing.
Bewegliche Güter werden im Mobilien-Leasing vermietet. Zum Konsumgüter-Leasing gehören die Vermietung von Fernsehgeräten, Waschmaschinen, Kühlschränke, zu denen ein Kunden-Service gehört, wobei hierbei eher der Begriff der Mietfinanzierung verwendet wird.
Es wird beinahe alles geleast, vom Auto bis zur Schreibmaschine über ganze Fabrikanlagen bis zum Büro.
Es gibt Personal-Leasing, Finanzierungs-Leasing, Operating-Leasing und das Sale-and-lease-back, wobei ein Leasingobjekt an eine Leasinggesellschaft zunächst verkauft wird und anschließend wieder gemietet wird. Das erhält die Liquidität. Diese Leasing-Form wird oft im Immobilienbereich angewandt.
Beim Operating-Leasing vermietet der Eigentümer oder Produzent selbst und trägt das Risiko. Hierbei sind meistens kurzfristige Verträge die Leasinggrundlage und die Nutzer wechseln häufig.
Beim Finanzierungs-Leasing trägt das Risiko der Leasingnehmer. Hierbei gibt es in der Grundmietzeit keine Kündigungsmöglichkeit. Der Leasingnehmer ist für das gemietete Objekt verantwortlich.
Es gibt auch ein sog. Maintenance-Leasing mit einem langfristigen Vertrag, bei dem die Wartung beim Leasinggeber liegt. Das Equipment-Leasing ist das Leasing einzelner Objekte, wie zum Beispiel im Filmequipmentbereich. Alle Arten von Ausrüstungen wie Büromöbel und –maschinen, Bau- und Transportmaschinen, Ladeneinrichtungen etc. zählen dazu. Handelt es sich um ganze Industrieanlagen und Gebäude wird das Plant-Leasing genannt. Dies ist in Deutschland auch unter dem Begriff Anlagenverpachtung bekannt.
Wiedergewinnung der Mittel
Die Leasingvertragsarten unterscheiden sich nach der Wiedergewinnung der Mittel. Ein Full-pay-out-Vertrag liegt dann vor, wenn die Investitionszahlungen und die Kosten wie Gewinn- und Zinsansprüche wieder beim Leasing-Geber zurückgezahlt werden. Im Gegensatz zu dieser Vollamortisationsvertragsart steht die Teilamortisationsvertragsart, bei der die verwendeten Mittel nicht mehr vollständig zurückfließen, die sich jedoch lediglich auf die Grundmietzeit beziehen. Nach jeder Grundmietzeit eines Leasing-Vertrages muss über eine weitere Verwertung verhandelt werden.
Eine Alternative zum Leasing ist der Kreditkauf. Wer Leasing oder Kreditkauf als Vergleich im Angebot vorliegen hat, sollte seine Wahl immer nach der Höhe des effektiven Jahreszinses treffen.